Ein herzliches Danke an die Autorin Christine Becker (†)

Fellner Lack und alter Sportplatz auf der Fellner Au

WIR GEHEN NACH RECHTS und kommen über einen Steig am Flussufer auf die Fellner Au. Links, an der Auffahrt zum Fellnerbauern, steht ein weiteres dieser Flusshäuser.

Unterhalb des Fellnerbauern gab’s früher die „Fellner Lack“, eine kleine Verwandte des italienischen Lago und des englischen Lake, was übersetzt jeweils See heißt. Von dort haben wir fernsehlosen Kriegskinder in jedem Frühjahr im Weckglas den Froschlaich geholt und die Entwicklung der Kaulquappen abgewartet. Interessiert beobachteten wir das Wachstum der Hinterfüße. Nach Erscheinen der Vorderfüße aber wurden uns die Tiere plötzlich ungeheuer und eiligst haben wir sie in der Lack wieder ausgesetzt. Heute würde man das Biotop nennen, ein Dorado für Frösche, Wasserschlangen und Libellen, trockengelegt, wie so oft, nach dem Straßenbau! Obwohl – ein wenig „Lack“ ist manchmal schon wieder zu sehen ist.

Auf einem alten Plan aus der Zeit um die Jahrhundertwende, in der wir noch Bad Unken hießen, ist hier Lawn -Tennis (Rasentennis) eingetragen. Unken begann damals ein bevorzugtes Urlaubsziel für Gäste aus England zu sein, die meist in Oberrain abstiegen.

Bis nach dem zweiten Weltkrieg war hier auf der Fellner Au unser Sportplatz mit Sandgrube für den Weitsprung, Reck und Kletterwand. Später wurde hier ein Fußballplatz angelegt mit „Naturtribünen“ links am Hang.

Wir danken außerdem den Erben zur Freigabe des geschichtlichen Werkes der Unkener Spaziergänge!