Ein herzliches Danke an die Autorin Christine Becker (†)

Gletscher Ei, ein Granit aus der Eiszeit vor 15.000 Jahren

Beim Bau des Sportplatzes auf der Fellner Au wurde eine geologische Rarität ausgegraben: ein großer runder Granit, ein Gletscher Ei. Lange lag es am Spielfeldrand, versank wieder im Erdreich, wurde immer wieder ausgegraben, mit den Initialen des Sportvereines TSV versehen. Auch sie verwitterten und vermoosten langsam. Das nächste Granitvorkommen flussaufwärts befindet sich im Glocknermassiv. Die Saalach kommt aber aus dem Glemmtal und die Salzach mit ihrem Anschluss an die Wasser aus den Hochalpen fließt in eine ganz andere Richtung. Das Gletschereis, das diesen harten Stein so rund geschliffen hat, muss ihn also durch das Zeller und Saalfeldener Becken getragen haben.

Die Eiszeit war vorbei, das Eis ist geschmolzen, der Stein blieb liegen. Wir verdanken dem früheren Forstmeister Fritz Herzinger, einem interessierten Botaniker und Geologen, dass das Gletscher Ei heute einen Platz auf dem neuen Dorfplatz bekommen hat. Dort harrt es noch der Beschriftung und damit der Würdigung, die alle Passanten über diese Merkwürdigkeit informiert (nach Fertigstellung des neuen Fußballplatzes wurde das "Gletscherei" vom Dorfplatz entfernt und befindet sich nun im Zugangsbereich des neuen Fußballplatzes - dem "Wetterkreuzstadion").

Gletscher Ei aus Granit aus dem Großglocknergebiet, das der schmelzende Gletscher am Ende der letzten Eiszeit vor ca. 15.ooo Jahren in Un-ken auf der Fellner Au hinterlassen hat.

Wir danken außerdem den Erben zur Freigabe des geschichtlichen Werkes der Unkener Spaziergänge!