Ein herzliches Danke an die Autorin Christine Becker (†)

Der „Schneizlreuther Stoff“

Der „Schneizlreuther Stoff“

Bei Kriegsende im Mai 1945 blieb überall im Gelände viel Material und Gerät herrenlos liegen. In einem Schneizlreuter Heustadel befanden sich neben Leder auch riesige Stoffballen aus Wehrmachtsbeständen. Dieser „Schneizlreuter Stoff“, auf einer Seite hell, auf der anderen dunkel, war wasserabstoßend. Von einigen beherzten Unkenern wurde er „organisiert“. Dieses Wort beinhaltete jegliche Art von Beschaffung einer benötigten Sache bis hin zum Stehlen. Es war ein sehr häufig gebrauch - tes Wort in dieser Zeit. In Schneizlreut war niemand mehr da, den man hätte fragen können und so sicherte man eben, was sowieso dringend benötigt wurde. Es gab wohl kaum einen Unkener oder eine Unkenerin, die nicht ein Kleidungsstück aus diesem Stoff trug, mal hell, mal dunkel, mal kombiniert. Da gab es Schihosen, Windblusen, Mäntel, sogar als Polsterstoff fand er Verwendung.

Irgendwann war auch dieser „Schneizlreuter Stoff“ kaputt, aber in alten Fleckerlteppichen kann man ihn heute noch entdecken.

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Wir danken außerdem den Erben zur Freigabe des geschichtlichen Werkes der Unkener Spaziergänge!