Ein herzliches Danke an die Autorin Christine Becker (†)

Das Lahntal – Graf Moy, ein Freund Unkens

JETZT TEILT SICH der Weg, links geht es zum Kalvarienberg, zum Wetterkreuz, der höchsten Erhebung am Gseng und zum Sonntagshorn.

WENN WIR EINEN kleinen Abstecher nach links machen, den Schildern zum Kalvarienberg folgen, sehen wir das Lahntal mit dem wegen der Lawinengefahr unbewohnbar gewordenen Haus des Lahntalers. Dort donnern im Frühjahr Schnee und Steine beinahe vom Gipfel des Wetterkreuzes in drei Lawinengräben ins Tal. In den Gräben wachst nur spärliche Vegetation. Was sich ansamt und Wurzeln bildet hat bloß bis zum nächsten schneereichen Winter Zeit zu wachsen und die nächste Lawine kommt bestimmt... Graf Moy (Dr. Dr. h.c. Johannes Graf von Moy de Sons, geb. 1902, gest. 1995, Herr auf Schloß Anif bei Salzburg), war ein großer Freund Unkens. In seinem Buch „Das Kugelspiel“ erwähnt er auch das „Lantal“. Viele Jahre lang kam er früher nach Unken und wohnte bei Mayrgschwendtners „auf der Post“. Mit meinem Vater Richard Zeller ging er auf die Jagd, mit Johann Hirschbichler, dem Lahntaler, ging er zum Schifahren und den Arzt Dr. Hans Haesele begleitete er bis zu den abgelegensten Höfen im Hintergföll.

Noch als Achtzigjähriger besuchte er alte Freunde in Unken und kehrte bei der Bäckerei Sturm ein, um Marianne Sturm zu sehen, die als junges Mädchen „auf der Post“ gearbeitet hat. In dichterischer Freiheit vermischte er in seinen Erzählungen unsere Hausnamen, Ortsnamen und Personen. Alte Unkener aber, viele kannten ihn gut, wissen schon, von wem die Rede ist.

Wir danken außerdem den Erben zur Freigabe des geschichtlichen Werkes der Unkener Spaziergänge!