Ein herzliches Danke an die Autorin Christine Becker (†)

Alter Heutalweg, Kessel, Mäanderhochmoor und Wasserscheide

ZURÜCK ZUR „Talbruck“, dem 1942 stillgelegten Marmorsteinbruch und Tor zum Heutal. Jetzt öffnet sich vor uns das Hochtal – Heustadel und Futterhöfe sind Zeugen der ehemals florierenden Almwirtschaft.

In der Mitte des Tales verläuft eine merkwür - dige Wasserscheide – der Mäanderbach oder Moosbach entwässert das Tal zum Kessel hin. Alle anderen Wasserläufe, der Lahnersbach vom Sonntagshorn her kommend und der Kaserbach vom Dickkopf fließen in den Fischbach, der aus dem Laubenberg kommt und weiter nach Bayern, der Traun zufließt. Bei Hochwasser aber, wenn der Kessel das Wasser nicht mehr fassen kann, entsteht ein großer See, der schließlich in Richtung Fischbach überläuft. Der alte Heutalweg verlief links unter uns auf der Schattseite des Tales, am Kaserl des Postschmieds vorbei. Das war ein gefürchtetes, steiles Wegstück bis zur Talbruck hinauf. Mühsam im Sommer und erst recht im Winter.

Weiter führte der alte Weg zur großen Moosrem, die wir jetzt gleich links im Feld stehen sehen und zum Kessel. Der alte Weg war immer lawinengefährdet. Heute noch sind die Strommasten mit Brettern gegen Schneedruck geschützt. Solange Vieh im Heutal war, wurde der Weg im Winter freigetreten. Für Hörnerschlitten. Für Zieher gab es keine Spur, sie gingen mit Schiern mit Fellen. Über den moorigen Talboden auf der linken Seite unserer Straße verläuft zwischen Moosrem und dem „Alpengasthof Heutal“ der Mäanderweg. Diesen wunderschönen Wiesenweg müssen Sie unbedingt gehen. Im Winter verläuft dort die Langlaufloipe, in den schneefreien Jahreszeiten ist der Weg beson - ders interessant für Botaniker und Blumenfreunde. Den Namen Mäander bringt der merkwürdige Bachlauf mit und kein anderer Name wäre so angemessen.

Wir danken außerdem den Erben zur Freigabe des geschichtlichen Werkes der Unkener Spaziergänge!